MITTELMEER-KRANKHEITEN:

Als Mittelmeerkrankheit werden in der Umgangssprache typische, vor allem im Mittelmeerraum beheimatete Erkrankungen bezeichnet.

Beim Hund gelten als typische „Mittelmeerkrankheiten“:

  • Ehrlichiose
  • Leishmaniose
  • Babesiose
  • Anaplasmose
  • Herzwurmerkrankung

Der Begriff „Mittelmeerkrankheit“ ist aus zwei Gründen nicht sinnvoll:

Zum einen kommen diese Erkrankungen auch in anderen subtropischen und tropischen Gebieten vor, weshalb Tierärzte häufiger der Begriff „Reisekrankheiten“ verwenden. Und zum anderen sind einige dieser Erkrankungen mittlerweile auch in Mitteleuropa heimisch.

„Begegne dem was auf Dich zukommt nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung!“

Wie gehen wir bei Stray Paws mit diesen Erkrankungen um?

Alle unsere Fellnasen die wir vermitteln, werden, bei Aufnahme und bevor sie ihre grosse Reise ins Glück antreten, auf die bekanntesten Mittelmeerkrankheiten getestet. Dazu verwenden unsere Tierärzte sogenannte Spot-on-Schnelltests, die durch Antikörpernachweise, äusserst zuverlässige Ergebnisse liefern. Sollte einer dieser Tests positiv ausfallen, wird sofort mit der Medikation begonnen – auch wenn keinerlei Krankheitssymptome erkennbar sind. Gerade bei Ehrlichiose haben wir damit hervorragende Ergebnisse hinsichtlich der Behandlung dieser Krankheit erzielt.

Trotzdem möchten wir darauf hinweisen, dass selbst wenn das Ergebnis bis zum Check vor Ausreise negativ ausfällt, es anzuraten ist, den Test nach etwa einem halben Jahr wiederholen zu lassen. Denn vom Tag der Blutuntersuchung bis zur Abreise ist es möglich, dass sich das Tier doch noch Parasiten einfängt. Ebenso empfehlen wir die Tests danach jährlich durchzuführen, da einige Mittelmeerkrankheiten Inkubationszeiten von mehreren Jahren haben können.

Was ist zu tun, wenn ein adoptierter Hund positiv getestet wurde – sei es direkt vor Ausreise oder bei dem empfohlenem Nachtest?

Wir können nur dazu raten, sich einen Tierarzt zu suchen, der sich wirklich mit den sogenannten Mittelmeerkrankheiten auskennt. Niemandem ist gedient, wenn man sich verrückt macht und diverse unnötige Bluttests durchführen lässt.

Die meisten dieser Krankheiten, auch Ehrlichiose, sind gut behandelbar. Früherkennung ist notwendig, um den Hund so schnell wie möglich zu therapieren und um Folgeschäden zu verhindern. Sterblichkeitsraten sinken, weil sich immer mehr Tierärzte informieren und die passende Therapie einleiten.

Die Leishmaniose bleibt eine unheilbare Erkrankung, aber auch ein infizierter Hund kann mit den richtigen Medikamenten ein glückliches, langes, sorgenfreies Leben führen. Die Kosten für benötigte Medikamente und Therapien sind überschaubar.

Man muss sich bewusst sein, dass es sich NICHT um Seuchen handelt, sondern um parasitäre Krankheiten. Das heisst, sie brauchen einen Überträger, wie Zecken oder Mücken, um sich auszubreiten. Parasiten-Prophylaxe ist deshalb das Wichtigste! Auch hier bei uns in der Schweiz, denn auch wir haben ähnliche Parasiten, die Probleme machen, wie z.B. die Borreliose. Panikmache hilft hier Keinem weiter!